Barfuss ist natuerlich immer das, was man moechte. Solange man Beschlag vermeiden kann, sollte man das unbedingt tun. Nachteil von Barfuss ist eben neben rissigen Hufen der Abrieb. Wenn man also viel reitet (wie z.B. Wander- oder Distanzreiter das tun) oder sehr schlechte Wege hat (Schotter, Asphalt) aber viel ausreitet muss man wohl oder uebel darueber nachdenken.
Das viele sich Pferde ohne Eisen nicht vorstellen koennen liegt an der Vergangenheit: da wurden Pferde tagtaeglich etliche Stunden auf gepflasterten Strassen laufen gelassen. Das ging ohne Eisen nicht. diese Belastung haben heutige Pferde aber nicht.
Eisen haben natuerlich auch einige Nachteile. die Hufmechanik wird gestoert und der Huf bricht gerne aus, wo die Naegel den Huf durchbohren. Zusaetzlich kann ein robust gehaltenes pferd durch die Hufe auch andere Schwierigkeiten bekommen, z.B. weil das Metall die Waerme aus dem Huf besser ableitet. So sind dann die Knochen sproeder und das Pferd anfaelliger gegen Unfaelle. Ich persoenlich finde den Umgang mit eisen-beschlagenen Pferden auch unangenehmer (Verletzungsgefahr). Auch in der Herde ist ein Eisen ein Problem.
Die Alternative zu Eisen sollte auch nicht unerwaehnt bleiben: man kann mit Kunststoff beschlagen, der dem Hufmaterial aehnlicher ist. Ausserdem sind die Naegel kleiner, da der Beschlag leichter ist. Es gibt aber Stimmen, die behaupten, der Beschlag stoppe auf Asphalt besser und wuerde bei bestimmten Pferden die Gelenke belasten.