Krabbeln lernen.


Als wir mit dem Einueben einer kleinen Quadrille anfingen, bemerkten wir, dass unser Wissen ueber den Umgang mit Pferden doch ganz schoen in den Kinderschuhen steckt. Das Reiten nach klassichen Prinzipien wurde uns im Reitunterricht in der noch klassischeren Abteilung oder manchmal ganz luxerioes im Einzelunterricht eingetrichtert. Dennoch hatten wir das Gefuehl, trotz meist langjaehrigem Umgang mit dem Pferd eher in den Kindergarten zu gehoeren. So nannten wir die Zusammenkuenfte unserer Gruppe dann bald 'Krabbelgruppe', gerade um uns von denjenigen Reitern abzusetzen, die mit grossem Ernst und Anspruch im Viereck ihre Runden drehen.


Unser Wunsch ist es, einen lockereren, ungezwungeneren Umgang mit dem Pferd zu suchen, der das Pferd und uns vielseitig herausfordert und beide Seiten weder ueberfordert noch langweilt. Wir wollen lieber in breitbandig ordentliche Leistungen zeigen koennen anstatt uns mit Scheuklappen versehen in nur einer Disziplin auszubilden.


In den Klassischen Disziplinen ist unser Anspruch, die Leistungsstufe E oder sogar A zu erreichen und sauber reiten zu koennen. Dies ist ein durchaus hoher Anspruch, denken wir.


Auch die Ausdauer unserer Pferde und unserer Hintern wollen wir nicht aus den Augen lassen und liebäugeln mit Distanz- und Wanderritten.


Die Versicherung im Gelaende ist ein gelassenes Pferd und auch dies laesst sich ueben. Die FN bietet hier sogar Aufgaben an. Spass und Geschicklichkeit und wiederum Vertrauen des Pferdes in den Reiter foerdern Spiele zu Pferd.